Geisterbeschwörung

Als Geisterbeschwörung werden die Versuche von Menschen bezeichnet, mit Geistern über bestimmte Rituale und Techniken in Kontakt zu treten, wobei die Existenz von Geistern und damit auch die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme mit ihnen unbewiesen ist.

Das Verlangen nach dem Blick in die Zukunft oder der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen ist vermutlich schon sehr alt; schon vor Jahrtausenden gab es Menschen, die vom Glauben an Geister, Götter und Dämonen überzeugt waren.

Im Mittelalter spezifizierte man dieses Verlangen. Geister wurden in Ritualen beschworen und es wurde versucht, Kontakt mit einer Unterwelt aufzunehmen. In dieser Zeit entstand auch der heute weitverbreitete Begriff des Okkultismus. Geisterbeschwörung an sich wird auf viele Arten versucht. Die Praktiken reichen von Tischrücken, Gläserrücken, Quija-Brett, Pendeln, Invokation, Evokation, usw.

In der Esoterik sind tote Menschen immer noch in der Azoth genannten Weltseele (Astralkörper) präsent und man kann mit ihnen, durch entsprechende Praxis Kontakt aufnehmen und mit ihnen sprechen. Der Kontakt geht vom Erfühlen der geistigen Entität bis hin zu real sichtbarer Evokation.

Die Wissenschaft ist diesen Praktiken gegenüber jedoch skeptisch eingestellt und begründet Erfahrungen, die Menschen in Ritualen gemacht haben, mit Wahrnehmungstäuschungen, Zufällen, ja sogar mit gewollten Aktionen oder mit Wunschdenken.

Die meisten Religionen betrachten die Totenruhe als ein Heiligtum und in einigen gilt es sogar als Totsünde diese zu stören. Man sollte deshalb, wenn man auch nur die geringsten religiösen Bedenken hat, eine solche Totenbeschwörung vermeiden. Quelle: Wikipedia / Esopedia

 

Bücher-, Audio-CD- und/oder DVD-Tipps

Das weiße Album. Eine kalifornische Geisterbeschwörung.

Joan Didions Prosa gehört zum Besten, was es im heutigen Amerika gibt. Sie schreibt über berühmt-berüchtigte Leute (Janis Joplin, Nancy Reagan, Doris Lessing), über die Frauenbewegung und die Black Panthers, über Hollywood und amerikanische Monumente wie die kalifornische Gouverneursvilla oder das Museum von Paul Ghetty. In allem beschwört sie die Reste des amerikanischen Traums, der auch im Scheitern nichts von seiner Faszinationskraft eingebüßt hat.

 

Geisterbeschwörung

An einem stürmischen Nachmittag des Jahres 1875 finden sich im Haus eines pensionierten Kapitäns sechs Personen zu einer spiritistischen Sitzung zusammen. Mit am Tisch sitzt Emily Jesse, die über den Verlust ihres einstigen Bräutigams Arthur Hallam nie hinweggekommen ist. Dafür hatte nicht zuletzt ihr inzwischen gefeierter Bruder Alfred Tennyson gesorgt, der zu Lebzeiten Arthur Hallams ihr eifersüchtiger Nebenbuhler um die Zuneigung des geliebten Freundes gewesen war. Auf der Suche nach ihrer verlorenen Jugendliebe war sie in den Bann des Spiritismus geraten. Als ihr der vermeintliche Geist des längst Verblichenen eines Tages mitteilt, er werde mit ihr im Jenseits vereint sein, ein 'ehelicher Engel' sozusagen, gewinnt sie einen neuen Glauben ganz anderer Art. Mit unnachahmlicher Erzählkunst verbindet Antonia S. Byatt auch hier, wie schon in ihrem Erfolgsroman 'Besessen', die dichterische Welt Alfred Tennysons und englisches Alltagsleben zu einem Prosakunstwerk, ernsthaft und ironisch, witzig und geheimnisvoll zugleich.

 

Weitere Werke:
ISBN Autor | Titel Verlag